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Wasser. Wissen. Welterbe. Die Vortragsreihe zum Augsburger Wassermanagement-System mit Prof. Dr. Simone Müller

Wasser. Wissen. Welterbe.
Die Vortragsreihe zum Augsburger Wassermanagement-System

 Ein Element, unzählige Geschichten: Die Vortragsreihe „Wasser. Wissen. Welterbe.“ nimmt Sie mit auf eine Entdeckungsreise durch Geschichte, Technik, Kultur und Gesellschaft. Rund um das Augsburger UNESCO-Welterbe eröffnen wechselnde Referierende neue Perspektiven auf die Bedeutung des Wassers – gestern, heute und morgen.


400 Jahre Leben zwischen Wasser und Land. 
Eine andere Geschichte der Mensch-Moor Beziehungen zwischen Trockenlegung und CO2 Statistik. 

Feuchtgebiete wie Sümpfe, Moore, Torfmoore oder Auwälder gehören heute zu den wertvollsten Ökosystemen unseres Planeten. Im Laufe der letzten vier Jahrhunderte hingegen sind im Namen von Gesundheit, Modernisierung oder Fortschritt große Teile der Feuchtgebiete in Mittel- und Westeuropa durch Entwässerung und Melioration verloren gegangen. Bislang eingebettet in eine Entwicklungsgeschichte von einer imaginierten Natur hin zu einer ebenso imaginierten Kultur übersieht diese Darstellung, dass Menschen seit jeher dem Leben zwischen Wasser und Land etwas positives abgewonnen haben, als Nahrungsmittelquelle, als politischen Rückzugsort oder als Inspiration für Wissenschaft und Malerei. In einem Überblick von 400 Jahren Geschichte fokussiert dieser Vortrag die vielen mehrdeutigen, ambivalenten und oft kontroversen Visionen, Konzepte und Erfahrungen, die ebenfalls die Beziehungen zwischen Menschen und Feuchtgebieten beschreiben und gibt damit bisher unsichtbaren Akteuren eine Stimme sowie wenig erforschten Praktiken im Umgang mit Feuchtgebieten Sichtbarkeit.

 

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Dr. Simone Müller
DFG Heisenberg Professorin für Globale Umweltgeschichte & Environmental Humanities, Sprecherin der DFG Forschungsgruppe "Thinking with Wetlands. Histories from the Quaking Zone, 1630-1997" an der Universität Augsburg


Kurzbiographie

 Als Umwelt- und Globalhistorikerin mit Schwerpunkten auf Theorie und Methode, sowie Technik, Wirtschaft und Infrastruktur im 19. und 20. Jahrhundert arbeite ich an der Schnittstelle zwischen dem Fach Geschichte und dem inter- und transdisziplinären Feld der Environmental Humanities. Meine Forschungsinteressen reichen von asphaltierten Straßen als Infrastrukturen des Anthropozäns bis zum internationalen Handel mit gefährlichen Abfallstoffen und von Feuchtgebieten als nicht-binären Vorstellungswelten und Aktionsräumen bis zu Vertikalität als analytischem Konzept für die Umweltgeschichte. In meiner Lehre nutze ich auch Gehen als Methode und erforsche gleichzeitig den Nutzen dieser Methode für eine historische Betrachtung sich wandelnder Mensch-Umweltbeziehungen.

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